SCM Eishockeyregeln
Regeln für ein faires, sicheres und flüssiges Hobby-Eishockeyspiel
Die 5 wichtigsten Regeln
- Wir spielen ohne Körperkontakt
Keine Checks, kein Wegdrängen und kein Drücken gegen die Bande. Leichter, unbeabsichtigter Kontakt kann passieren, darf aber nicht zur Behinderung oder Gefährdung führen. - Ein Foul ist ein Foul
Ob absichtlich oder unabsichtlich ist nicht entscheidend. Wer einen Gegenspieler regelwidrig behindert, zu Fall bringt oder gefährdet, begeht ein Foul. - Wer gefoult wird, zeigt es an
Ein Foul soll vom gefoulten Spieler unmittelbar durch deutliches Handheben angezeigt werden. Wird kein Handzeichen gegeben, kann nicht erwartet werden, dass ein Mitspieler oder Captain das Foul erkennt und ausspricht. Eine nachträgliche Reklamation ist daher nicht vorgesehen. - Schweres Foul egal wo = Penalty
Bei einem schweren Foul gibt es immer einen Penalty, unabhängig davon, wo auf dem Eis das Foul passiert ist. - Im Zweifel für den Angreifer
Nicht jede leichte Berührung führt zu einer Unterbrechung. Situationen werden kurz und fair entschieden und danach wird zügig weitergespielt. Bei unklaren Situationen gilt: Im Zweifel für den Angreifer.
1. Allgemeines
- Pro Spiel, Mannschaft und Linie wird ein Captain bestimmt.
- Der Captain achtet darauf, dass die Regeln eingehalten und
fair ausgelegt werden. - Der Captain auf der Spielerbank übernimmt während seines Wechsels
die Rolle des Schiedsrichters. - Entscheidungen werden fair und im Sinne eines flüssigen Spiels
getroffen. - Im Zweifel wird zugunsten der angreifenden Mannschaft entschieden.
- Die Linien sollen nach Möglichkeit ausgewogen und entsprechend
der Spielstärke zusammengestellt werden. - Spielen nicht beide Stammtorhüter mit, erfolgt zur Halbzeit
ein Torwarttausch. - Das offizielle Spielergebnis wird nach Ablauf der regulären
Spielzeit festgestellt. - Danach kann weitergespielt werden. Tore und Assists können
weiterhin für die persönliche Punktewertung berücksichtigt werden. - Ein Penalty kann von jedem Spieler ausgeführt werden.
2. Spielfluss und Fair Play
Unser Ziel ist ein schnelles, faires und sicheres Spiel mit
möglichst wenigen Unterbrechungen.
- Nicht jede leichte Berührung führt automatisch zu einer
Spielunterbrechung. - Regelverstöße mit Einfluss auf das Spiel werden angezeigt und
geahndet. - Gefährliche Aktionen werden konsequent unterbrochen.
- Jeder Spieler nimmt Rücksicht auf Spielstärke, Geschwindigkeit
und Position der anderen Spieler. - Sicherheit und Fairness stehen über dem persönlichen Spielerfolg.
Fehlende Absicht hebt ein Foul nicht auf. Wer einen Gegenspieler
behindert, zu Fall bringt oder gefährdet, begeht ein Foul – auch
wenn die Aktion nicht beabsichtigt war.
3. Anzeige von Regelverstößen und Fouls
Damit der Spielfluss erhalten bleibt, müssen Regelverstöße und Fouls
klar und unmittelbar angezeigt werden.
- Icing, Abseits und Handpass können vom Captain oder von einem
Spieler auf der Bank durch ein Handzeichen angezeigt werden. - Ein Foul soll in erster Linie vom gefoulten Spieler selbst
durch deutliches Handheben angezeigt werden. - Ein Foul soll vom gefoulten Spieler unmittelbar durch deutliches
Handheben angezeigt werden. Wird das Foul nicht angezeigt, kann
nicht davon ausgegangen werden, dass ein Mitspieler oder
Captain die Situation erkannt hat. Wer ein Foul nicht anzeigt,
sollte sich daher im Nachhinein auch nicht darüber ärgern,
dass es nicht ausgesprochen wurde. - Wird ein Foul vom betroffenen Spieler nicht wahrgenommen oder kann
dieser es nicht selbst anzeigen, kann das Foul auch von einem
Mitspieler oder Captain angezeigt werden. - Ein Zuruf wie „Foul“ allein ersetzt das Handzeichen
nicht. Ausschlaggebend ist die klare Anzeige durch Handheben. - Nach der Anzeige wird das Spiel bei der nächsten geeigneten
Gelegenheit unterbrochen. Bei gefährlichen Aktionen erfolgt
die Unterbrechung sofort. - Der zuständige Captain übernimmt die Regelauslegung und trifft
bei Unklarheiten die Entscheidung. - Diskussionen während des laufenden Spiels sollen vermieden werden.
Die Situation wird kurz geklärt und anschließend zügig weitergespielt.
Wer ein Foul an sich wahrnimmt, hebt die Hand und zeigt es an.
Nicht weiterspielen und erwarten, dass jemand anderes das Foul
reklamiert. So bleibt die Situation für alle Spieler klar und
das Spiel kann schnell fortgesetzt werden.
4. Bully
Ein Bully wird insbesondere durchgeführt:
- zu Beginn des Spiels,
- nach einem Regelverstoß,
- nach einem Seitenwechsel,
- nach einem Torwartwechsel,
- nach einer unklaren Spielsituation.
Der Bully wird von der angreifenden Mannschaft ausgeführt.
Der ausführende Spieler darf den Puck erst wieder aktiv berühren,
nachdem der Puck den Bullykreis mindestens einmal vollständig
verlassen hat.
5. Icing
- Als Icing gilt ein Pass über drei Linien.
- Nach einem Icing ist ein Spielerwechsel erlaubt.
- Läuft der Puck durch den Torkreis, liegt kein Icing vor.
- Könnte ein Spieler den Puck erreichen, liegt ebenfalls kein
Icing vor.
6. Abseits
- Abseits liegt vor, wenn sich ein angreifender Spieler vor dem
Puck im Angriffsdrittel befindet. - Befindet sich mindestens ein Schlittschuh des Spielers auf der
blauen Linie, liegt kein Abseits vor. - Das Abseits wird aufgehoben, sobald alle angreifenden Spieler
das Angriffsdrittel mit beiden Schlittschuhen verlassen haben. - Kontrolliert ein Spieler den Puck und überquert rückwärtsfahrend
die blaue Linie vor dem Puck, gilt dies nicht als Abseits.
Torraumabseits
Torraumabseits liegt vor, wenn sich ein angreifender Spieler mit
beiden Schlittschuhen im gegnerischen Torraum befindet und
gleichzeitig ein Tor erzielt wird. Das Tor wird in diesem Fall
nicht gewertet.
7. Fouls
Ein Foul liegt vor, wenn ein Spieler einen Gegenspieler regelwidrig
behindert, zu Fall bringt oder gefährdet.
Auch eine unabsichtliche Aktion kann ein Foul sein. Für die
Entscheidung zählen die Aktion, die Gefährdung und die Auswirkungen
auf den Gegenspieler.
Schweres Foul
Bei einem schweren Foul wird unabhängig vom Ort des Fouls ein
Penalty ausgesprochen.
Als schweres Foul gelten insbesondere:
- absichtliche oder besonders rücksichtslose Fouls,
- Fouls in unmittelbarer Nähe zur Bande,
- Fouls abseits des Pucks,
- absichtliche Stockschläge auf Brusthöhe oder darüber,
- absichtliche Behinderung eines Gegenspielers,
- Checks und übermäßiger Körpereinsatz,
- gefährliches oder unsportliches Verhalten.
Weitere Regelverstöße
- Hoher Stock: Das Spielen des Pucks mit dem Stock
über Hüfthöhe ist ein Foul. Danach erfolgt ein Bully im
Angriffsdrittel. - Handpass: Ein Handpass ist nur im eigenen Drittel
erlaubt. Außerhalb des eigenen Drittels erfolgt ein Bully im
Angriffsdrittel. - Festhalten des Pucks: Der Puck darf nicht mit der
Hand festgehalten werden. Das Stoppen oder Herunterspielen des Pucks
mit der Hand ist erlaubt. - Stockschlag: Ein Stockschlag wird als Foul gewertet.
Danach erfolgt ein Bully im Angriffsdrittel. - Spielen des gegnerischen Stocks: Das kontrollierte
Anheben oder Sperren des gegnerischen Stocks ist erlaubt. - Ein Schlag auf den gegnerischen Stock oberhalb der Schaufel ist
nicht erlaubt.
8. Punktewertung
Die Punkte werden vom Schriftführer erfasst. Tore und Assists müssen
unmittelbar nach dem Tor bekannt gegeben werden. Erfolgt keine Meldung,
kann der Punkt nicht berücksichtigt werden.
- Ein Punkt pro erzieltem Tor.
- Ein Punkt pro Assist.
- Ein Punkt für die Teilnahme am Spiel.
- Ein zusätzlicher Punkt für einen Sieg.
- Ein zusätzlicher Punkte für einen Torwart, pro 3 Tore Unterschied im Endergebnis
- Zwei zusätzliche Punkt für einen Torwart, wenn dieser kein Gegentor
erhalten hat. - Bei Unsportlichkeit erhält der betreffende Spieler für dieses
Spiel keine Punkte.
Voraussetzungen für die vollständige Punktewertung
Die vollständige Punktewertung erfolgt nur, wenn:
- jede Mannschaft aus mindestens fünf Feldspielern besteht,
- jede Mannschaft einen Torwart oder einen geeigneten Torwartersatz hat,
- auf einer regulären Eisfläche gespielt wird.
Sind diese Voraussetzungen nicht erfüllt, werden nur Teilnahme- und
Siegpunkte vergeben.
9. Verantwortung aller Spieler
Jeder Spieler ist für ein faires und sicheres Spiel mitverantwortlich.
Die Regeln sollen nicht dazu verwendet werden, einen persönlichen
Vorteil aus unklaren Situationen zu ziehen.
Rücksichtnahme, Fair Play und ein flüssiges Spiel stehen im Mittelpunkt.
Gefährliche Aktionen, übermäßiger Körpereinsatz und unsportliches
Verhalten haben im SCMI Hobby-Eishockey keinen Platz.